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Schule auf Distanz – Was bedeutet das für die Zukunft unserer Kinder?

Das erschreckende Ergebnis das Ifo-Analyse: 18 Prozent der Schüler hatten noch nie Unterricht per Video – ein Jahr nach den ersten Schulschließungen. 39 Prozent der Schüler höchstens einmal pro Woche.

Und auch der neue Plan der großen Koalition wird für die deutschen Schüler enorme Folgen haben, denn der aktualisierte Entwurf des Infektionsschutzgesetzes sieht vor, dass sie bei einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 165 wieder zu Hause bleiben. Die Ifo-Analysen lassen erahnen, welche Folgen das für Kinder haben wird.

Forscher des Münchner Ifo-Instituts ließen im Februar und März mehr als 2.000 Eltern von Kindern aller Schulformen ausführlich dazu befragen, wie sie die Zeit der flächendeckenden Schließungen ab Mitte Dezember verbrachten. Dabei zeichnete sich ein ernüchterndes Bild der aktuellen Lernsituation ab: Die Mehrheit der Eltern sagt, dass ihr Kind zu Hause weniger lernt als in der Schule.

Deutschlands Schüler lernen also nicht nur insgesamt wesentlich weniger als vorher. Soziale Unterschiede drohen zuzunehmen, berufliche Perspektiven sich zu verschlechtern. Und bessere Strategien zum Distanzunterricht und digitalen Lernmethoden vermisst man noch immer.

Die effektive Lernzeit nimmt ab, die Ausübung passiver, „bildungsferneren“ Aktivitäten, wie Fernsehen, Computer- und Handyspielen oder Chatten in sozialen Netzwerken, nimmt durch die Teilisolation und zusätzliche Freizeit immer stärker zu.

Es drohen soziale und emotionale Konsequenzen: Familien sind belastet und überfordert, Kinder angespannt, traurig, verängstigt, nervös.

Doch was lässt sich dagegen tun? Die Ifo-Forscher plädieren für die wohl naheliegendste Lösung: dass „endlich“, so heißt es in dem Papier, „universelle und verbindliche Konzepte für täglichen Onlineunterricht per Videokonferenz“ für alle vorgegeben und umgesetzt werden. Vorbilder gibt es inzwischen eine ganze Reihe, denn die Erkenntnisse aus anderen OECD-Ländern zeigen, dass der Distanzunterricht dort teils deutlich besser klappt.

 

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