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BPtK veröffentlicht „Elternratgeber Internet“

Fast alle 30- bis 49-Jährigen nutzen das Internet täglich über drei Stunden. Drei Viertel der Kinder besitzen mit zehn bis elf Jahren ein eigenes Smartphone. Schätzungsweise leiden sechs Prozent aller 12- bis 17-Jährigen unter einer Computerspiel- oder Internetabhängigkeit. Mit dem Smartphone haben die Kinder einen eigenen Weg ins Internet. Im Netz finden sie Freund*innen, Spiele, Videos, gute Tipps und großen Mist, politische und sexuelle Verführer*innen, Pornos, Gewaltvideos. Viele Eltern stehen spätestens dann vor der Frage: „Wie viel Internet ist okay?“ Um Eltern bei dieser und anderen Fragen zu beraten, hat die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) jetzt einen Elternratgeber „Internet“ veröffentlicht.

Der BPtK-Elternratgeber „Internet“ nimmt die Eltern selbst in die Pflicht („Die eigene Mediennutzung überdenken.“), erklärt, warum „Einfach mal den PC aus dem Fenster schmeißen“ nichts nutzt, gibt Orientierung, worauf es bei der Internetnutzung je nach Alter der Kinder ankommt (bis drei Jahre: „Schalten Sie das Radio aus, wenn Sie ihr Kind füttern, und stecken Sie das Handy weg, wenn Sie mit Ihrem Kind auf dem Spielplatz sind.“), betont, wie wichtig Regeln und Absprachen sind, die gemeinsam ausgehandelt werden sollten, hilft bei heiklen Themen wie Porno- und Gewaltvideos im Internet (Jungen und Mädchen haben heute bereits viele sexuelle Praktiken gesehen, bevor sie selbst Sex haben.), zeigt auf, was Eltern tun können, wenn ihre Kinder mehr Zeit im Internet verbringen als im realen Leben („Ein PC im Kinderzimmer ist, als würden Sie da täglich einen Kasten Bier reinstellen.“), lässt Eltern und Jugendliche selbst zu Wort kommen und berichten, wie sie lernen mussten, mit dem faszinierenden weltweiten Netz der Information und Kommunikation klarzukommen.

Der BPtK-Elternratgeber „Internet“ kann unter bestellungen@bptk.de angefordert werden und steht hier zum Herunterladen zur Verfügung.

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